Eure erste Woche in Bukarest: die Erasmus-Checkliste
In einer neuen Stadt für ein Semester zu landen ist aufregend — und ein bisschen überwältigend. Als EU/EWR-Studierende ist die gute Nachricht: eure To-do-Liste ist erfreulich kurz — kein Visum, keine Aufenthaltstitel-Bürokratie, keine Arbeitserlaubnis zu klären.

Hier ist genau das, was ihr in eurer ersten Woche erledigen solltet, damit ihr aufhört, euch "einzuleben" und anfangt, Bukarest wirklich zu genießen.
Tag 1-2: das Wichtigste
- Besorgt euch eine lokale SIM-Karte. Orange, Vodafone, Telekom und Digi haben alle Läden in der Innenstadt — Prepaid-Tarife sind günstig und mit nur eurem Ausweis leicht einzurichten. Rumänische Daten ab Tag eins zu haben, macht buchstäblich alles andere auf dieser Liste einfacher.
- Ladet euch das Wichtigste herunter: Google Maps oder Moovit (Verkehr), Bolt (Fahrten), WhatsApp (hier nutzt es jeder — auch eure neuen Mitbewohner und Kommilitonen).
- Findet eure nächste U-Bahn-/Straßenbahnhaltestelle und den nächsten Supermarkt. Fünf Minuten Orientierung jetzt ersparen euch später eine verwirrte Stunde.
- Macht euren ersten Einkauf. Geht zu einem Mega Image, Lidl oder Carrefour in eurer Nähe und deckt euch mit dem Nötigsten ein — ihr müsst nicht die ganze Vorratskammer planen, nur genug für die ersten paar Tage.
Tag 2-3: richtig einrichten
- Besorgt euch eine Verkehrskarte (Activ oder Multiplu) oder richtet kontaktloses Bezahlen ein mit eurer Bankkarte für U-Bahn und Busse. Wenn ihr regelmäßig pendelt, schaut euch das Monatsticket an — es ist wirklich günstig.
- Ihr braucht kein rumänisches Bankkonto. Eure Debitkarte aus dem Heimatland oder eine App wie Revolut/Wise funktioniert hier überall, auch für kontaktloses Bezahlen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Besorgung weniger.
- Meldet euch beim International/Erasmus-Büro eurer Fakultät an und holt euch euren Studierendenausweis — den braucht ihr für Rabatte, Bibliothekszugang, und manchmal sogar Bar-/Club-Angebote.
- Prüft euren Stundenplan und findet eure tatsächlichen Gebäude, nicht nur den Uni-Namen — Bukarester Universitäten haben oft mehrere über die Stadt verteilte Campus.
Tag 3-5: euer Leben hier aufbauen
- Klärt das Gemeinsame mit euren Mitbewohnern: wer kauft Putzmittel, wie teilt ihr gemeinsame Einkäufe, WLAN-Passwort am Kühlschrank — Kleinigkeiten, die später Reibung ersparen.
- Findet eure ESN-Sektion (Erasmus Student Network) und tretet ihren WhatsApp-/Instagram-Gruppen bei — das ist wirklich der schnellste Weg, andere internationale Studierende kennenzulernen und von Willkommensveranstaltungen zu hören.
- Lauft ohne Ziel durch euer Viertel. Findet "euer" Café, euren nächstgelegenen Park, die Bäckerei, bei der ihr öfter landet, als geplant.
- Speichert ein paar wichtige Orte in eurer Karten-App: euer Gebäude, euren Campus, die nächste Apotheke, und ein Stammcafé — euer zukünftiges Ich wird es euch danken.
Am Ende der ersten Woche
- Ihr wisst, wie ihr zur Vorlesung kommt, ohne alle fünf Minuten aufs Handy zu schauen.
- Ihr hattet mindestens einen richtigen Einkauf und einen Abend draußen.
- Ihr habt eure Mitbewohner wirklich kennengelernt (nicht nur im Vorbeigehen) und mindestens ein paar andere Studierende.
- SIM, Verkehr und eure Grundroutine sind geklärt — der "logistische" Teil von Erasmus ist erledigt.
Von hier an geht es nur noch darum, es wirklich zu leben.
Mit weniger Ungewissem starten
Die Hälfte dieser Checkliste existiert, weil die meisten Studierenden ohne Mitbewohner, ohne geregelte Wohnung, und ohne jemanden zu kennen ankommen. ErasmusPass vermittelt euch in eine WG mit Mitbewohnern, noch bevor ihr überhaupt ankommt — die erste Woche dreht sich also ums Freunde-Finden und Stadt-Erkunden, nicht ums Hetzen nach einer Bleibe.
Startet die erste Woche mit WG und Mitbewohnern schon geregelt
Keine Hetze nach einer Bleibe — einfach ankommen und loslegen mit Erkunden.